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Das Rhönrad besteht aus
zwei mit Kunststoff beschichteten Stahlrohrreifen, die durch sechs
Verbindungsstreben zusammengehalten werden. Es sind drei paarige Typen mit
verschiedenen Bezeichnungen.
Die sogenannten Brettsprossen sind mit je einem Holzbrett versehen und sind im
Gegensatz zu den anderen Sprossen relativ nahe beieinander. Sie bieten eine
Standfläche und eine Anbringungsmöglichkeit für die Bindungen, die sich der
Turner um die Füsse schnallen kann.
An zwei weiteren Verbindungsstreben sind Griffe befestigt, die man Sprossgriffe
nennt.
Das dritte Paar bezeichnet man als Spreizsprossen, die keinen Zusatz besitzen.
Eine weitere Griffmöglichkeit für den Turner bieten die Reifengriffe.

Seinen Namen hat das Rhönrad von der Heimat seines Erfinders Otto Feick , der aus dem Rhöngebiet, einem Teil des hessischen Berglandes, stammte. Otto Feick hatte die Idee des Rades, als er beim Spielen zwei Fassreifen mit Quersprossen zusammenband und damit den Hang hinunterrollte. 1925 meldete er das Rhönrad dann zum Patent an.
Im eigenen Land trugen Otto Feicks Bemühungen vor allem bei den Eisenbahner Turn- und Sportvereinen Früchte. Auch das Interesse im Ausland wurde immer stärker. So begannen die internationalen Beziehungen mit dem Städtekampf Zürich-Berlin.
Nach dem 2.Weltkrieg gab es auf vielen Turnplätzen in der Schweizerischen Eidgenossenschaft Rhönräder. Auch der ATV Liestal war im Besitz eines Rhönrades. Da und dort wurde wieder Rhönrad geturnt, doch richtig Fuss fassen konnte es in der Schweizerischen Eidgenossenschaft bis 1987 nicht mehr.
Doch genau in diesem Jahr konnte sich Tegi Klar-Thommen ihren Kindheitstraum erfüllen und das Rhönradturnen am internationalen Lehrgang in Graz erlernen.
Nun war der Grundbaustein für das Rhönradturnen in der Schweiz gelegt.
Im Dezember 1991 erhielt die STG Rondo den Sportförderpreis des Kantons Baselland.
Im Sommer 1992 fand in Liestal die Europameisterschaft statt.
Im Mai 1994 erhielt die STG Rondo den Prix Satus.
Im Januar 1995 wurde im Sportmuseum Basel der Internationale Rhönradturnverband gegründet.
Für das Wettkampfturnen wird das sogenannte universal Rad verwendet, wie es oben beschrieben ist.
Man unterscheidet folgende Disziplinen:
Dabei rollt das Rad auf beiden Reifen und wird durch Verlagerung des Körperschwerpunktes in Bewegung gesetzt oder gebremst. Nach jeweils 2-2.5 Umdrehungen erfolgt ein Richtungswechsel.
Hier rollt das Rad nur auf einem Reifen und kann ebenfalls durch Verlagerung des Körperschwerpunktes grössere oder kleinere Kreise ziehen.
Das Rad wird vom Turner angeschoben und in einer stützenden, stehenden oder sitzenden Phase überquert, worauf eine Sprungphase folgt.